Reduzierung des Energieverbrauchs

Energiesparendes Bauen

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Wärmebild eines Hauses
© Dario Sabljak / Fotolia

Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Hohe Energiepreise, Umweltbelastungen und die begrenzten fossilen Ressourcen machen ein umfassendes Handeln erforderlich. Energieeinsparung, höhere Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien sind erforderlich, um eine Kehrtwende einzuleiten. Hierfür müssen die bereits vorhandenen technischen Möglichkeiten verstärkt eingesetzt, verbessert und neue innovative Verfahren und Materialien entwickelt werden.

Durch die Energieeinsparverordnung wird mittlerweile für neue Gebäude ein Standard gefordert, der zwischen Niedrigenergiehaus und Passivhaus liegt. Eine weitere Reduzierung des geforderten Jahres-Primärenergiebedarfwertes lässt sich bei Neubauten aber immer wirtschaftlicher verwirklichen. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass ein sehr guter Niedrigenergiehaus-Standard mit einem Energiebedarf unter 30 kWh pro Quadratmeter im Jahr und der Passivhaus-Standard mit weniger als 15 kWh pro Quadratmeter im Jahr von immer mehr Gebäuden erreicht wird, ohne erheblich mehr Kosten zu verursachen.

Gebäude nachträglich energiesparend umbauen

Gerade der Gebäudebestand weist einen sehr hohen Energieverbrauch von durchschnittlich 150 - 200 kWh pro Quadratmeter im Jahr auf. Rund 40 % des Endenergieverbrauchs werden damit für die Raumheizung und Warmwasserbereitung beansprucht. Die Halbierung des Energieverbrauchs bei Bestandsgebäuden ist wirtschaftlich mit bewährten Wärmeschutzmaßnahmen und der zur Verfügung stehenden Gebäude- und Anlagentechnik zu bewerkstelligen. Je nach Gebäudetyp und den baulichen Gegebenheiten lassen sich wirtschaftlich Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent realisieren. Mit vielfältigen Informationsangeboten der Landesregierung der Förderung von innovativen Techniken sowie der Entwicklung bis zur Marktreife werden eine nachhaltige energetische Gebäudemodernisierung und die Steigerung der Gebäudemodernisierungsrate unterstützt.

Nicht nur Ziele des Klimaschutzes werden durch die Förderung des energiesparenden Bauens verfolgt. Investitionen in energiesparende Maßnahmen und die Entwicklung von hocheffizienten Technologien kommen auch der Wirtschaft zu Gute, verringern die Abhängigkeit von Energieimporten und stärken den Innovationsstandort Hessen.

Für den Vollzug der EnEV, wie Befreiungen nach den §§ 24 und 25 EnEV,  Anzeige von Verstößen gegen die EnEV, sind die Unteren Bauaufsichtsbehörden zuständig. Der Erlass vom 18. Juli 2014 gibt Hinweise zu den Maßstäben zur einheitlichen Beurteilung von Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen bei Bestandsgebäuden im Zuge von Befreiungen nach § 25 EnEV“ (siehe Downloads). 

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