Vollzug des Bauordnungsrechts

Untere Bauaufsichtsbehörden

Die unteren Bauaufsichtsbehörden sind bei den Landkreisen, kreisfreien Städten oder anderen Städten Kraft Sonderregelung angesiedelt. Sie vollziehen das Bauordnungsrecht. Der Aufgabenbereich umfasst alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Errichtung, der Änderung, dem Abbruch, der Nutzung, der Nutzungsänderung sowie der Instandhaltung baulicher Anlagen sowie anderer Anlagen und Einrichtungen von baulichen Anlagen, z.B.:

  • Beratung von Bauherrschaften und Planern im Vorfeld einer Genehmigung,
  • Erteilung von Baugenehmigungen und Beantworten von Bauvoranfragen (Bauvorbescheid),
  • Prüfen von bautechnischen Nachweisen und Überwachung von Baumaßnahmen, sofern diese Aufgabe nicht von Nachweisberechtigten oder Sachverständigen wahrgenommen wird,
  • Bauüberwachung einschließlich Bauzustandsbesichtigung fertig gestellter baulicher Anlagen,
  • Ordnungsbehördliche Maßnahmen bei Verstößen gegen das Bauordnungsrecht, insbesondere zur Abwehr von Gefahren, die durch bauliche Anlagen entstehen,
  • Führen des Baulastenverzeichnisses,
  • Prüfen von Sonderbauten (wiederkehrende Prüfungen),
  • Mitwirken bei der Gefahrverhütungsschau,
  • Bearbeiten von Widersprüchen,
  • Erstellen von Abgeschlossenheitsbescheinigungen nach dem § 7 Abs. 4 WEG.

Die Bauaufsichtsbehörden können nach pflichtgemäßem Ermessen alle zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Maßnahmen treffen. Daneben obliegen den Bauaufsichtsbehörden folgende Eingriffsbefugnisse, die konkret in der HBO geregelt sind:

  • Abrissverfügung,
  • Nutzungsuntersagung,
  • Stilllegungsverfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der unteren Bauaufsichtsbehörden.

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