Nahaufnahme einer Tragfläche eines Flugzeuges

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Landesregierung begrüßt Windenergie-Vertrag zwischen Fraport und EnBW

"Zeichen unternehmerischer Verantwortung und Weitsicht"

Als Beitrag zu einem klimaverträglicheren Luftverkehr würdigt die Landesregierung die Entscheidung des Flughafenbetreibers Fraport AG zur Umstellung seiner Stromversorgung auf erneuerbare Energiequellen. „Mit dem mit EnBW geschlossenen Vertrag engagiert sich Fraport für die Energiewende“, erklärten Finanzminister Michael Boddenberg und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Freitag. „Dass Fraport dies trotz seiner pandemiebedingt immer noch schwierigen Lage tut, ist ein klares Zeichen unternehmerischer Weitsicht und Verantwortung.“

„Kräftiger Wind ist am Flughafen nicht gerne gesehen. Bläst er jedoch an der Nordsee, bringt er zukünftig den Klimaschutz am Frankfurter Flughafen gewaltig voran“, sagte Finanzminister Michael Boddenberg. „Der nun geschlossene Vertrag zum Bezug von Windstrom ermöglicht ein Einsparpotenzial von bis zu 80.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das ist ein enormer Fortschritt.“ Boddenberg hob hervor, dass Fraport damit auf den Bau neuer Anlagen setzt, die zusätzlichen erneuerbaren Strom erzeugen: „Diesen Ausbau brauchen wir. Fraport setzt mit diesem Engagement ein starkes Zeichen. Ich hoffe, dass viele andere Unternehmen diesem Vorbild folgen. Als Aufsichtsratsvorsitzender unterstütze ich ausdrücklich die ehrgeizigen Ziele der Fraport zur CO2-Reduzierung des Flughafenbetriebs.“

„Die Luftfahrt ist eines der schwierigsten Kapitel bei der Transformation unserer Mobilität in Richtung Nachhaltigkeit“, sagte Wirtschaftsminister Al-Wazir. „Wir müssen an vielen Punkten ansetzen, brauchen effizientere Flugzeuge und die Verlagerung vermeidbarer Flüge auf die Schiene. Die meisten klimarelevanten Emissionen entstehen beim Fliegen selbst. Daher brauchen wir für alle nicht verlagerbaren Flüge alternative Kraftstoffe. Hessen unterstützt ihren Markthochlauf durch entsprechende geplante Pilotprojekte im Industriepark Höchst. Dabei soll aber nicht übersehen werden, dass nicht nur der Flugbetrieb, sondern auch der Flughafenbetrieb Emissionen verursacht, die vermieden und reduziert werden können. Deswegen begrüße ich das Ziel der Fraport außerordentlich, einen klimaneutralen Flughafenbetrieb zu erreichen und sehe die Investition in zusätzliche Erneuerbare Energien-Anlagen als einen wichtigen Schritt in diese Richtung.“

Die Fraport AG hatte am Freitag bekanntgegeben, dass sie ab Sommer 2026 Strom aus dem Windpark „He Dreiht“ in der deutschen Nordsee beziehen wird. Dazu haben Fraport und der Energieversorger EnBW einen langfristigen Liefervertrag unterzeichnet. Hessen ist größter Anteilseigner der Fraport AG.